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Pilgerweg zwischen zwei Buchdeckeln

Pilgerweg zwischen zwei Buchdeckeln

 14 Kirchen aus dem Wangerland fotografisch, lyrisch und literarisch festgehalten

 

Drei Augenpaare und drei verschiedene Blickwinkel – das Tagebuch „Wangerländischer Pilgerweg“ umfasst nicht nur zwei Konfessionen, sondern vereint auch noch den künstlerischen Blick auf die Kirchen im Wangerland. Etwa ein Jahr lang haben die evangelische Pastorin Sabine Kullik, der katholische Pfarrer Lars-Jörg Bratke und der Gafiker Andreas Reiberg an dem Werk gearbeitet. Die drei stellten das Tagebuch gestern in der Wiarder Pastorei vor. Erhältlich ist es ab jetzt im katholischen Pfarramt St. Marien (Schillig), im evangelischen Pfarramt Minsen und in der Bücherinsel in Horumersiel.

„Das war eine Spurensuche“, sagte Reiberg zum richtigen Fotomotiv. Alle 14 wangerländischen Kirchen wurden von dem Grafiker in Augenschein genommen, der Details fotografierte. „Manche fallen im Alltag mit der Kirche gar nicht auf“, erklärte Pastorin Kullik. Obwohl sie alle Kirchen im Wangerland kenne, habe sie dadurch immer wieder neue Details der Glaubensstätten entdeckt. Von Fresken bis hin zu kleinen Skulpturen, wie Moses, der den Altar in der Wüppelser Kirche trägt, hat Andreas Reiberg darin festgehalten. Die lyrische und literarische Komponente haben Sabine Kullik und Lars-Jörg Bratke mit hineingebracht. In dem Tagebuch wechseln die Einträge zwischen Fersen aus der Bibel oder dem Gesangbuch und Gedichten, die zum Teil von den beiden selbst verfasst wurden. Die in schwarz-weiß gehaltenen Fotografien spiegeln, wie auch die Gedichte und Textpassagen, alle Freud, Leid und Nachdenklichkeit wider. Hinzu kommt auf jeder Seite ein Bereich, indem der Leser seine eigenen Notizen schreiben kann. Im hinteren Teil gibt es Seiten für Einträge.

Das Buch ist eine Erweiterung zum bestehenden Pilger- und Radwegpass, den es für die Pilgerreise durchs Wangerland gibt. Der Weg existiert seit etwa neun Jahren. „Der Pilgerpass war bisher nichts, was für eine lange Zeit beständig war“, erläuterte Bratke. Das Buch soll nun eine langlebigere Variante davon sein. Die Idee zu solch einem Tagebuch hatte Sabine Kullik.

Das Tagebuch „Wangerländischer Pilgerweg“ wurde in einer Auflage von 500 Exem-plaren gedruckt. Für zwölf Euro kann man das Werk in den evangelisch und katholischen Pfarrämtern sowie der Bücherinsel erstehen.

 

Text und Foto: Julia Herbst in "Jeversches Wochenblatt" , 01.03.2013

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